Fledermausnacht in Kratzeburg
Vielfältiges Programm für Jung und Alt
Das Nationalparkamt Müritz und die Gemeinde Kratzeburg luden am 14. August 2009 zur „4. Kratzeburger Fledermausnacht“ ein. Um 17 Uhr eröffneten Bürgermeister Dr. Guntram Wagner und Vertreter des Nationalparkamtes die Fledermausnacht. Anschließend gab es rund um die Nationalpark-Information verschiedene Mitmach- und Informationsangebote zum Thema Fledermäuse.
Ziel der Fledermausnacht war es, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Wissenswertes und Spannendes über die geheimnisvollen Jäger der Nacht zu vermitteln.
Der Kreisverband „Mittleres Mecklenburg“ des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) informierte zum Beispiel über Maßnahmen zum Fledermausschutz am Haus. Wie man seinen Garten mit Pflanzen fledermausfreundlich gestaltet, erfuhr man am Stand der Staudenschmiede Peckatel. Eher handwerklich Begabte bekamen die Gelegenheit, unter fachkundiger Anleitung von Dieter Marksteiner von der Förderschule Neustrelitz, Fledermauskästen zu bauen. In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Naturschutz und Landschaftsökologie Kratzeburg und dem Müritzeum Waren (Müritz) wird eine Forschungsstation aufgebaut, an der die Besucher die wissenschaftlichen Methoden der Fledermausforschung kennen lernten. Für die kleineren Gäste wurde ein Bastelstand und Spiele angeboten. Das Hörzelt „Stimmen der Nacht“ ermöglichte einen akustischen Streifzug durch den Dämmerwald. Wer in der interaktiven Ausstellung des „Flatterhus“ gut aufgepasst hat, konnte beim Fledermaus-Quiz attraktive Preise gewinnen.
Gegen 19.30 Uhr fanden geführte Exkursionen in die nähere Umgebung statt. Dabei wurden die Ultraschall-Rufe der Fledermäuse mit einem sogenannten „Bat-Detektor“ hörbar gemacht. Hier wurden die Ranger des Nationalparks von der Firma Nationalpark-Tour Hecht aus Dalmsdorf unterstützt. Zum Abschluss des Tages wurde auf dem Gelände der Nationalpark-Information ein Lagerfeuer entzündet, bei dem man gemütlich zusammensitzen, spannenden Geschichten lauschen und selbstgemachtes Stockbrot essen konnte. Für das leibliche Wohl sorgte der Müritz-Nationalpark-Partner Havelquellseen Fischerei Berkholz.
2008 war die Nationalpark-Information vom NABU feierlich als fledermausfreundliches Haus ausgezeichnet worden. Auch engagierte Privatleute können sich um den Titel bewerben. Ziel der Aktion ist der Schutz bestehender Quartiere auf Dachböden oder in Kellern und der Bau neuer Versteckmöglichkeiten für die gefährdeten Nachttiere.
Quelle und weitere Informationen:
Hendrik Fulda
Sachgebietsleiter Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation
Nationalparkamt Müritz
Schloßplatz 3
17237 Hohenzieritz
Tel.: 039824/252-31
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Internet: nationalpark-mueritz.de